Pascal Marchand - ein mutiger Weg - ein eigener Weg - ein Lebenswerk

Pascal Marchand ist Kanadier, ihn verschlug es 1983 ins Burgund zur Weinlese. Eine Zeit, in der Romanée Conti noch Privatkunden ab Weingut belieferte, die Weinberge im Burgund mit dem vermeintlichen Segen der modernen Industrie behandelt wurden und eine neue junge Generation sich gerade aufmachte das Burgund zu verändern. Dominique Lafon, Christophe Roumier, Patrice Rion, Etienne Grivot, Emmanuel Giboulot und Etienne de Montille übernahmen die Domainen in dieser Zeit von ihren Vätern. Pascal pflegte intensiven Kontakt zu ihnen, sie tauschten sich aus. Er machte einen Önologie Kurs, arbeitete für Domaine Bruno Clair und begann seine Erfahrungen zu sammeln. Bald war er einer von ihnen, teilte die Leidenschaft und sollte bald seinen Wirkungsbereich bekommen.

Die Mentoren der 80er
Henry Jayer inspirierte damals viele junge Weinmacher im Burgund, noch bevor seine Weine so berühmt wurden. Er öffnete sich, wenn er erkannte, dass die jungen Menschen für den Weinbau brannten - er gab sein Wissen auch an Pascal Marchand weiter. Auch Michel Lafarge hatten die aufstrebenden Winzer viel zu Verdanken. Weinbau lebt von Erfahrung und die konnte Lafarge weitergeben. Das waren die Mentoren in dieser Zeit, die eine Generation auf den Weg geschickt haben, die das Burgund so emporsteigen ließ.

Start Clos des Epeneaux
1985 fing Pascal bei der damals noch unbekannten Domaine Clos de Epeneaux in Pommard an und baute die Domaine auf, bald schon bekam die Domaine Beachtung und Reputation. Das war der Moment wo Pascal Marchand und Carlo Wolf sich kennen lernten. Die beiden hatten schnell ihre eigene Schnittstelle gefunden, sie hatten beide das Burgund ins Herz geschlossen und brannten für großartige Pinots. Beide trieb eine grundsätzliche Frage: Wie machen die erfolgreichen Pinot Domainen ihre Weine und warum schmeckt das so gut. Eine Fragestellung auf die beide viele tiefgreifende Antworten auf ihrem Lebensweg erfahren sollten. Jedenfalls hatte Pascal es mit seinem 1996 Pommard Clos des Epeneaux bereits auf der Top100 Liste des Wine Spectator geschafft. Pascal hatte die Menschen berührt mit seinen Pinots. Carlo wurde erst viel später Winzer, aber Carlos beeindruckendes Deput als Winzer hatte viel mit Pascal zu tun.

Ein Schritt hin zu den Grand Cru Lagen der Côte
1998 bekam er die Gelegenheit die Domaine de la Vougeraie zu leiten. 35 sehr ausgesuchte Hektar im Herzen des Burgunds darunter Musigny, Bonnes Mares, Corton Charlemagne, Corton und Chambertin Clos de Béze sowie fantastische 1er Cru Lagen, wie etwa das Monopol Le Clos Blanc neben Clos de Vougeot. Eine sehr prägende Zeit für Pascal, in der er Kontakte zu sehr vielen Erzeugern aufbaute, die wertvolle Weinberge besaßen, aber nicht das Potential erkannten oder heben konnten. Pascal half ihnen im Herbst bei der Vinifikation. Hier wurden einige sehr enge Beziehung aufgebaut. Die Winzer, denen Pascal half, verkauften ein Fass der besten Lage selbst in der Flasche und die anderen kaufte Pascal für Vougeraie. Pascals Hilfe war für die Winzer deutlicher Mehrwert.

Pascal Geburtshelfer bei Schloss Halbturn
Carlo Wolfs Engagement bei Schloss Halbturn mit dem Start in 2002 wurde eng begleitet von Pascal Marchand. Man kann sagen, dass die Zielstrebigkeit und Ambition von Carlo und das Wissen von Pascal Schloss Halbturn so schnell so seriöse Pinot Noirs produzieren ließen. Pascal konnte sich damals extrem gut auf das Terroir von Schloss Halbturn einlassen und Carlo verstand es als Regisseur die Dinge umzusetzen. Wer die Weine von Schloss Halbturn aus den Jahren 2002 bis 2004 probiert wird feststellen, dass da was Großes geschehen ist.

Der Drang, etwas eigenes zu machen
Schon 2004 hegte Pascal Gedanken sein eigenes Weingut aufzubauen. Mit dem kanadischen Partner Morey Tawse hatte er die finanziellen Möglichkeiten bekommen, das Maison Marchand-Tawse in Nuits-Saint-Georges aufzubauen. Seine vielen Kontakte waren nun Gold wert. Viele Spitzenweinberge einiger Lieferanten konnte er in kürzester Zeit in sein Portfolio aufnehmen.

Pascal´s Pinot Noir Reise
Pascal entwickelte seinen Pinot Noir Stil über die Jahre. Bei Domaine Clos des Epeneaux kreierte Pascal kraftvolle, tanninbetonte Pommards, die lange brauchten, um ihre Trinkreife zu erlangen. Zu Vougeraie Zeiten glitzerte die Eleganz und die Verführung in einigen Weinen auf, eine bemerkenswerte Veränderung. Mit dem Start von Maison Marchand-Tawse begann Pascal auch mit teilweise unentrappten Trauben zu vergären und steigerte aber zeitgleich die Feinheit in den Weinen. Heute sind die Maison Marchand-Tawse Weine zugängliche feingliedrige Pinots, die je nach Ort und Lage eine wunderbare Würze aufweisen. Maison Marchand-Tawse ist zu einer verlässlichen Größe geworden und hat in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Entwicklung genommen. Von Pascal´s Wissen über das Burgund hat auch KATE & KON profitieren können, indem er immer wieder auf unbekannte und aufstrebende Winzer aufmerksam machte.

Marchand-Tawse

Domaine Maume - ungehobene Schätze
2004 hatte Pascal die Domaine Maume in Gevrey Chambertin kennengelernt und einen intensiven Kontakt aufgebaut. Eine altehrwürdige Domaine, die die besten Tage hinter sich gelassen hatte, aber über 4,9ha fantastische Gevrey Weinberge besaß. Aus den 90er gibt es fantastische Maume Weine, das Weinbergspotential ist legendär. Auch hier war ein enger Kontakt gewachsen, der aus der helfenden Postition heraus kam. Aufgrund des Vertrauens zu Pascal konnte die Domaine von Morey Tawse gekauft werden und bildet nun das exklusive Fundament einer neu entstandenen Domaine Tawse neben Maison Marchand-Tawse. Weinberge, die die ganze Welt kaufen mochte, aber gar nicht erst gefragt wurde. Es war ein Kauf im Vertrauen und es wurde nie an die große Glocke gehängt.

Der Musigny Move
Ein weiterer Zuwachs der Domaine Tawse konnte nicht so leicht verheimlicht werden, es ging um eines der größten Terroirs des gesamten Burgund - 900qm Musigny!
Während Aubert de Villaine, einer der Besitzer der Domaine de la Romanée Conti in einem Interview öffentlich aussprach: „Musigny wäre eine tolle Erweiterung für Romanée Conti“, verhandelte Pascal bereits hinter verschlossenen Türen. Pascal sagte später dem Wine Spectator auf die Frage, wie Morey Tawse und er denn Musigny hätten kaufen können als einfache Antwort: „Money“. Pascal verschwieg in diesem Moment 12 Jahre Kontaktpflege mit der verkaufenden Domaine, Hilfe in problematischen Situationen oder auch nur Dasein wenn Trauben verkauft werden mussten, damit Rechnungen bezahlt werden konnten. Es ist der Mensch Pascal Marchand und das Vertrauen in ihn, was den Kauf der Musigny Parzelle überhaupt möglich gemacht hatte.

Die noch junge Domaine Tawse
Die Domaine Tawse ist etwas über 7ha (Eigenbesitz) groß. Über die Hälfte der Domaine stellen die 4,9ha Gevrey Lagen der ehemaligen Domaine Maume dar. Neben der Musigny Parzelle sind alle restlichen Lagen an der Cote de Beaune zu finden. Pascal Marchand ist der Regisseur dieser Domaine und es gibt zwei unterschiedliche Weinmacher: Thomas Dinel und Mark Fincham. Während Mark sich zu 100% auf die ehemaligen Maume Weinberge in Gevrey konzentriert, baut Thomas alle Côte de Beaune Weine und den Musigny aus.
Die Domaine ist sehr vorsichtig in der Kommunikation und nicht viel dringt nach außen, es ist aber zu erwarten, dass die Weine der Domaine Tawse in Zukunft extrem gesucht werden. Ohnehin sind die Weine schon verteilt. Pascal Marchand hat hier zusammen mit Moray Tawse etwas aufgebaut, was in Zukunft große Wellen schlagen wird.

Trinken Sie einen 2016 Gevrey-Chambertin von Maison Marchand-Tawse, dann werden Sie merken welche Klasse, welches Lebenswerk Pascal Marchand über die Jahre entwickelt hat. Maison Marchand-Tawse oder Domaine Tawse - das ist seriöses, gesuchtes Burgund. Stellen Sie es auf die Probe, Sie werden begeistert sein!

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