Tag 2: Seelisch rund mit Burgund

Keine sozialen Kontakte. Und das schon seit mehr als 72 Stunden. Nur einmal raus, den Kühlschrank auffüllen. Und sonst? Netflix und Amazon glotzen, vom Wohnzimmer ins Schlafzimmer gehen, dort aus dem Fester starren und dann wieder zurück ins Wohnzimmer und auch dort aus dem Fenster starren. Da wird 'ne neue Flasche Wein zum Tagesereignis, dem man sich besonders widmen kann.

Tag 1: Das „freie Feld“

Der Autor und Weinkritiker Manfred Klimek lebt in Wien in Quarantäne. Wir von KATE&KON schicken ihm jede Woche ein paar Weine zu, damit er sich die soziale Isolation schöntrinken kann. Hier seine Aufzeichnungen

Martin mittelbar

Martin Mittelbachs Weingut Tegernseerhof stand da lange unbemerkt zwischen den Fronten und Stühlen. Das war gut so, denn Mittelbach, der nach seiner Ausbildung schon früh die Agenden im Weingut übernahm, konnte so unbeeinflusst und vom Druck der Moden ungestört zu einem eigenen Weinstil.

Diel am Ziel

Die Nahe. Ein westdeutsches Flüsschen, das in den Rhein mündet und 50 Jahre lang die Grenze zwischen Preußen und Bayern war. Die Nahe: Das ist ein Weinbaugebiet, das für schon extrem „mineralische“ Weine bekannt ist.

Ay-Ay, Ayala!

Beginnen wir mit einem Ratschlag: Den derzeit angeschlagenen Volksparteien sei ein Besuch im Champagnerhaus Ayala angeraten. Nicht um sich zu besaufen, was aufgrund der Lage wahrscheinlich das Beste wäre, sondern um Erneuerung zu lernen. Und wie Erneuerung geht.

Hier kommt Kurt

Der Winzer Kurt Angerer ist ein bekannter Winzer. Fragt man die Leut' dann kennen die Leut' den Angerer. „Das ist der aus der Wachau“. Wenn man jetzt freundlich bleibt (und das soll man immer bleiben), sagt man: „Knapp daneben“ oder „fast“.

Kalifornien, total anders: „Eisele Vineyard“

Das Weingut heißt nach dem Weinberg. Und der Weinberg heißt „Eisele“, ist 125 Jahre alt und liegt nicht – wie der Name vermuten lässt – an der Mosel oder im Rheingau, sondern im Nordosten des kalifornischen Anbaugebiets Napa-Valley. Jetzt würden nicht wenige Leute, die bis hierher mitgelesen haben, am liebsten gleich wieder weiterklicken. Kalifornien? Ist das nicht abgesagt? Uns egal. Wir...

Rote Mosel

Daniel Twardowski zeigt auf ein Gebäude auf einer Straße. „Schön ist es nicht“, sagt er. Da kann man beipflichten, ohne ihn zu beleidigen. Schön ist es nicht, das Gebäude. Ein bisschen Farbe vielleicht? Aber zur Teil- oder Totalsanierung fehlt Twardowski freilich die Zeit. Denn er hat sich etwas „angetan“.

Steiermark: Parker lässt Punkte regnen

Robert Parker: Der war ein streitbarer, linker Konsumentenanwalt, der 1978 begann Weine zu testen, weil er die bis dahin weltgültigen Bewertungen alter, britischer Weinpäpste falsch und irreführend fand.

Götter in Weiß

Der gute Etienne Sauzet ist schon lange tot. Er starb 1975, als in Frankreich der erste Schnellzug TGV fuhr, die Ölkrise gerade zu Ende ging und Valerie Giscard d'Estaing sich vorbereitete das Präsidentenamt von General Pompidou zu übernehmen. Giscard d'Estaing lebt übrigens immer noch.

Vacherin Rot

Wenn wir bei KATE & KON in unser gekühltes Lager gehen, da riecht es manchmal trotz Kühlung gewöhnungsbedürftig nach alten Socken und ungewaschenen Achseln. Wir schwören hier hoch und heilig, weder alte Socken zu tragen noch unsere Achseln nicht zu waschen. Und dennoch: Wir lieben diesen Geruch. Denn der letztlich freudenspendende Geruch ist immer da, wenn eine neue Lieferung von Maitre Antony...

Bestenfalls Burgund (und Jahrgang 2017)

Es gibt ein paar nicht im Gesamten beantwortete Fragen in der Weinwelt. Eine dieser Fragen lautet: Wie kriegen die Winzer im Burgund so großartige Weißweine hin?

Trio genial - Burgund aus den Anden

Louis-Michel Liger-Belair hat nicht nur einen schönen Namen sondern auch ein schönes Weingut: die „Domaine du Comte Liger-Belair“ in Vosne-Romanée.

Eidechse und Edelstein

Dieser Tage werden die Wachauer Smaragdweine des Jahrgangs 2018 auf den Markt gebracht. Wir haben uns Weinkategorie und Jahrgang näher angesehen. Fazit: Ein seltsam gutes Jahr.

Neu Wien

Neu im Sortiment bei Kate & Kon: Die Weine von Fritz Wieninger. Rund die Hälfte der Leser sagt jetzt: Ah ja, der! Und stimmt: Fritz Wieninger ist ein bekannter Winzer. Er ist ein Wiener Winzer – praktischerweise trägt er Wien gleich mit im Namen. Er ist ein großer Winzer. Fritz Wieninger führt den Beweis, dass auch ein großer Betrieb astrein biodynamisch wirtschaften kann. Und nicht nur, wie...
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