Hier kommt Kurt

Hier kommt Kurt

Der Winzer Kurt Angerer ist ein bekannter Winzer. Fragt man die Leut' dann kennen die Leut' den Angerer. „Das ist der aus der Wachau“. Wenn man jetzt freundlich bleibt (und das soll man immer bleiben), sagt man: „knapp daneben“.

Angerer ist auch deswegen so bekannt, weil er die Öffentlichkeit nicht scheut. Das tun in Österreich übrigens nur wenige Winzer, auch keine Spitzenwinzer – hierzulande ist man gesellig. Spitzenwinzer auf der Piste? Das wäre in Frankreich unmöglich. Österreich hat es besser, denn Österreich hat Spitzenwinzer wie Angerer. 

Kurt Angerer füllt viele verschiedene Weine ab, er ist kein kleiner Winzer, er exportiert in die internationale Szene- und Spitzengastronomie. Große Winzer – und jetzt muss man der neuen Weinpropaganda-Presse (also Blogs und so) widersprechen - sind mitnichten schlechtere Winzer, denn Wein ist eines der wenigen Konsumgüter, bei welcher Masse und Klasse inzwischen gut zusammengehen. Um das gleich klarzustellen: Wir reden nicht von der Weinindustrie. Die ist eine Pein.

Der, der auf allen Festen tanzt

Angerer, der, der auf allen Festen tanzt. Angerer, der, der in jeder zweiten Zeitung steht. Angerer, der, der wieder eine Auszeichnung bekommen hat (zu der kommen wir gleich). Schon möglich, dass das manche Leute das irgendwie zu viel des Guten finden. Wir aber finden: Es kann kein Zuviel des Guten geben. Und deswegen handelt KATE & KON die Weine von KURT. 

Das Weinbaugebiet, das haben wir zuvor nicht aufgeklärt, ist das Kamptal – immer noch eine Weinregion, die, trotz aller Erfolge, ihr Licht irgendwie unterm Scheffel stellt. Nun, dann holen wir das Licht unterm Scheffel hervor und leuchten hier den Pfad zu Kurt Angerers superben Kamptal-Weinen.

Neben seinen tatsächlich unverwechselbaren Lagen-Veltlinern, keltert Kurt Angerer auch einige Rotweine, die die Region Kamptal in den Verdacht geraten lässt, die beste Rotweinregion Niederösterreichs zu sein. Ja: Wir hören die Rufe aus dem Carntum. Dann ändern wir das und sagen: Das Kamptal holt auf. Und zeigt Rotwein-Klasse.

Tief im Westen, wo die Sonne scheint

Kurt Angerer residiert im Örtchen Lengenfeld. Das ist im äußersten Westen des Kamptals, an der Grenze zu den Regionen Kremstal und Wagram. Im Lengenfelder Keller Angerers liegen ein paar Flaschen eines Syrah: ein Syrah, der nicht gerade günstig ist; ein Syrah, der gerade die „Falstaff-Reserve-Trophy“ gewonnen hat; ein Syrah, der einen Zuckerlgetränk-ähnlichen Namen trägt und „RedGranite“ heißt. Wörter zusammenschreiben kommt offenbar wieder in Mode. Oh, wir haben den Zusatz vergessen: „Limited Edition“.

Dieser Wein ist nicht nur bei den Leuten vom Falstaff gut angekommen, auch die anderen Wenigen, die ihn kosten durften, sprechen alle von einem der besten Rotweine Österreichs. Das Lob kriegt zudem ein Wein, der nicht aus einer autochthonen Sorte gekeltert wurde. Es muss also nicht immer Blaufränkisch oder Zweigelt sein.

Vom „RedGranite Limited Edition“ hat Angerer 120 Flaschen für Kate&Kon reserviert. Wir wollen die 120 Flaschen freilich nicht alleine austrinken, sondern an Sie – werte Kunden (flöt') weitergeben. So zehn Stück werden wir uns aber behalten und im Keller altern lassen. Das sollten Sie übrigens auch tun.

In his own words

Wie ist der Wein? Wie wurde er gekeltert? Redselige und schreibtüchtige Winzer wie Kurt Angerer bitten wir gerne vor den imaginären Vorhang und bitten diese weiters, die Sache bitte doch gleich selbst zu erklären. Das Folgende hat uns unser Kurt geschickt:

Am Stock bleiben nur 3-5 Trauben. 4-5 Werktage sind nötig, mit bis zu 10 Leuten, wir picken die Beeren per Hand. Spontan vergoren wird in Barriquefässern. Durch stetiges Drehen alle 3 Stunden über 2 ½ Wochen, auch in der Nacht, müssen sich die Beeren selber aufquetschen. Natürlich machen wir Kaltmazeration. Gepresst wird nach einem Jahr und der Saft kommt dann wieder in das alte Barrique zurück. RedGranite 2015 ist ein Syrah, dessen Stöcke 1995 gepflanzt worden ist – sie haben also schon ein schönes Alter. Die Traubenspitze hängt oft nur über 10 cm über den Boden. Die Laubwand ist daher bis zu 1.70 hoch. Die Etiketten müssen per Hand geklebt werden, da die Flasche leicht konisch nach unten geht. Der Kork ist 5,5cm lang.“

Und? Kennen Sie sich aus? Keine Sorge: Wir auch nicht so ganz. Das macht aber nichts, denn erstens kann uns (und jeden) unser Kurt vor Ort zeigen, was er damit meint. Und zweitens haben wir den Wein probiert und der schmeckt so außerordentlich gut, dass man sich für das außerordentlich Gute beim Entstehen nicht weiter interessiert. Was soll's? Wir wollen trinken!

Zu den Weinen von Kurt Angerer